Baby daheim – so gings weiter

Freitag, 5. August 2016 at 9:31 pm Hinterlasse einen Kommentar

Heute ist der junge Mann gut eingeschlafen, also schreibe ich gleich mal weiter 🙂

 

Vom Bauchweh und Cluster Feeding

Mitte / Ende des zweiten Monats, kurz nachdem das Beschweren wegen der Pupserei so richtig schön begonnen hat 😉 hat der dann abends angefangen zu Clustern. Erst abends und dann den ganzen Tag. Puh es ist ganzschön anstrengend 10 Stunden am Tag auf dem Sofa zu verbringen, das glaubt man gar nicht *lach* Und wie schwer 5kg im Laufe eines Tages werden können ist auch erstaunlich 😉 Und plötzlich *schwupp* war alles vorbei und es ging ins andere extreme. Dazu aber gleich mehr.

Wie gesagt, der junge Mann hatte oft geschrien wegen seiner Pupserei und dem Stinker. Das war so ein Kreislauf aus Trinken, Pupsen, Stinkern, einschlafen beim Trinken, 1h Später wieder aufwachen wegen pupsen. Nicht einschlafen können ohne zu stillen also stillen, dann pupsen, stinkern, einschlafen, 1h später wieder aufwachen usw…. Erleichterung brachte der Schnuller.

 

Guter Schnuller – böser Schnuller

Aus dem Kreislauf mit dem „Einschlafstillen“ sind wir durch die Kollegen von ♥ seiner Arbeit gekommen – sie schenkten uns den richtigen Schnuller. Vorher nahmen wir an, dass er einfach keinen Schnuller nimmt. Aber dank des (VfB)Schnullers (da musste der Schwabenanteil von ihm ihn wohl überredet haben *zwinker*) schlief der junge Mann endlich auch mal im Kinderwagen bei dem geschaukel ein. Das tat er nämlich vorher nicht. Und endlich sind wir aus dem Kreislauf raus gekommen. Ich kann Schnuller nicht leiden und habe auch lange – wenn man bei 8 Wochen von lange reden kann, so alt war der junge mann nämlich dann  –  den Schnuller verteufelt. Ich bin fest der Meinung gewesen, dass er Teil bzw. mit Grund der Saugverwirrung am Anfang gewesen war und habe das erneute Schreien beim Trinken ihm zugeordnet. Inzwischen weiß ich, dass das nur teilweise stimmte. Er hat einfach geschrieen weil er satt war und schlafen wollte, aber es halt ohne Saugen nicht kann und da ich noch nicht die Erfahrung hatte, das er mit Schnuller immer im Kinderwagen einschläft, bin ich auch nicht auf die Idee gekommen das zu probieren. Inzwischen bin ich wirklich froh um den Schnuller von MAM. Wir haben ihn auch nachgekauft, denn die 2 Monate „Haltbarkeit“ von den Schnullern ist fast abgelaufen. Und dank Schnuller schläft er schon nach 10 Min. im Kinderwagen oder 2 Min. in der Tragehilfe ein, egal ob er vorher nur leicht müde oder totmüde war 🙂

 

4 Tage Kinderkrankenhaus

Und dann wars endlich einmal besser mit der Schreierei – so etwa in der 11. Woche. Ich hatte mich zwei / drei Tage richtig darüber gefreut wenn er mit kaum weinen und schreien einen Stinker in die Windel gesetzt hat – bevorzugt in der Wippe am bzw. auf dem Esstisch 🙂 Der  berühmte 3 Monats-Schub durch den alles besser wird, habe ich gedacht. Naja und so plötzlich wie es mit der Schreierei vorbei war, so plötzlich und viel, viel extremer ging es von vorne los.

Er hatte plötzlich nur noch geschrien. Den ganzen Tag. Mittwochs war es dann extrem. Und hat immer weniger gegessen. Er hat die Brust angeschrien, hat den Schnuller angeschrien, hat beim wickeln geschrien, hat in der Trage geschrien, hat beim Tragen mit den Armen geschrien, hat nur noch geschrien. Und er hat immer weniger gegessen – und da sind wir ja schon durch die Anfangszeit extrem vorbelastet. Donnerstag Mittag habe ich dann meine Hebamme angerufen, sie meinte ich solle beim Kinderarzt arufen. Vielleicht hat er Ohrenschmerzen oder ähnliches. Leider hatte der dann schon geschlossen. Und der kleine Mann schrie weiter.

Freitags waren wir dann beim Kinderarzt, leider war meiner nicht da und ich war beim Partner in der Praxis. Der hat mich nicht wirklich ernst genommen, meinte es könnten die Zähne sein, gab Paracetamol in der falschen Dosierung (ab 7kg, Junior hatte aber erst knapp 6,5 kg). Das Paracetamol half aber nicht.

Samstags waren wir noch beim Kindernotarzt, der konnte aber auch nichts feststellen – auch keine Blasenentzündung obwohl er schrie wie am Spieß, wenn er gepullert hat.

Sonntags hat er dann so stark geschrien, das er vor Erschöpfung eingeschlafen ist. Ich war mit meinen Nerven am Ende und fing dann vor meiner Schwägerin an zu heulen *kopfschüttel*. In der Nacht von Sonntag auf Montag hatte er dann gar nichts mehr in der Windel. Nichts, weder groß noch klein.

Montag Morgens gleich zum Kinderarzt und der wies uns dann in die Kinderklinik ein. Gefunden wurde nichts, aber der Tropf (1Liter!) brachte wohl das entscheidende, denn der junge Mann schrie immer weniger. Vielleicht sind es Krämpfe oder so, war die „Diagnose“. Im Bericht stand Trinkverweigerung. Im Kinderkrankenhaus waren wir dann bis Donnerstag Abend und sind dann entlassen worden, da er am Donnerstag gut trank.

Kontrolltermin beim Kinderarzt war dann unauffällig – er war fit und machte einen guten Eindruck. Und da man bei dem Wetter eh nicht so viel Hunger hat, wurde er auch nicht gewogen. Das mache unnötig nervös. Und hey, ich hatte auch kein so schlechtes Gefühl, er benahm sich fast wie immer. Die Hebamme wog ihn dann, 30g abgenommen. Könnte noch vom Tropf kommen. Die Tage drauf benahm er sich dann fast wie immer. Nur halt das er vor den Schreitagen alle Stunde kam, im Krankenhaus dann am letzten Tag nur alle 3 … und plötzlich nur im 5 Stunden Rhytmus tagsüber und nachts schlief er 9,5 Stunden etwa am Stück. Also Hebamme angerufen, der junge Mann wurde gewogen und hatte 2 Wochen nach Entlassung aus dem Krankenhaus wieder abgenommen. Der Arzt (wieder die Vertretung) hat es runter gespielt, er ist ja sonst fit. Unsere Hebamme empfahl mir dann ihn viel häufiger anzulegen. 5 Stunden bei den Temperaturen (hey wir hatten über 30 Grad) sind einfach zu wenig, besonders, wenn er dabei abnimmt. Also hab ich ihn im 3 Stunden Rhytmus angelegt und es half tatsächlich 🙂 Der junge Mann nimmt wieder zu. Wieviel es inzwischen ist, weiß ich nicht, aber ich habe inzwischen gar kein schlechtes Gefühl mehr. Von demher wird es ausreichend sein 🙂

 

Zufüttern

Da ich ab September Abends 2x die Woche eine Weiterbildung machen werde, habe ich beschlossen, das wir abends ein Fläschchen geben werden. Nach und nach immer mehr. Seit 5 Tagen bekommt er nun abends ein Fläschchen mit Nahrung speziell gegen Koliken, Verstopfungen und Blähungen. Pupserei hat er ja eh, Koliken standen im Krankenhaus im Verdacht die Schreierei verursacht zu haben und Verstopfung hat er am Anfang seines Lebens durchs Zufüttern von Pre HA Nahrung bekommen. Nach Rücksprache mit dem Arzt steht der Flasche mit dieser Milupa Komfort-Nahrung nichts im Wege. Und schon wurde es besser mit der Pupserei, Schreierei usw. Und da wir ja wissen, dass der junge Mann am liebsten gar nichts isst, wenn wir unterwegs sind, sondern lieber gugt, habe ich beschlossen, dass er auch Mittags, wenn er nach 15 Uhr hunger bekommt, das Fläschchen kriegt. Ab September bin ich ja ab 15.30 Uhr nicht mehr da und von dem her…

Am Anfang hatte ich echt Probleme mit dem Gedanken, dass er ab Mitte September abends Fläschchen bekommen soll. Er hatte ja am Anfang seines Lebens deswegen Probleme gehabt. Aber jetzt wo ich merke, wie gut es ihm tut, bin ich eigentlich ganz froh, diese Nahrung gefunden zu haben. Und es ist schon echt eine Erleichterung wenn er – so wie heute – die Flasche anschreit und nicht mich 🙂 Er ist wetterfühlig und immer nörgelig und quengelig wenn ein Gewitter ansteht. Das Anschreien der Flasche nehme ich viel gelassener hin, als wenn er meine Brust anschreit *schief grins* Und es hilft echt extrem gegen das ständige Beschweren wegen den „Körperausscheidungen“. Er ist jetzt ein richtig fröhliches Kind und muss nicht mehr so viel leiden. Die 2, nicht mal vollständigen, Mahlzeiten mit der Anti-Pups-Nahrung scheinen ihm sehr zu helfen. Ich habe echt kein schlechtes Gewissen die Nahrungsmenge nächste Woche weiter zu erhöhen, wenn die größeren Fläschchen kommen. Er bekam heute Mittag 90 ml und heute abend 120 ml zugefüttert. Stillen soll ja das beste für das Kind sein, aber in unserem Fall wohl eher nicht. Ich denke eine gemischte Ernährung ist bei uns besser.

 

Jetzt wünsche ich euch einen schönen Abend, vielleicht kann ich ja bald weiter schreiben.

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Baby daheim – so fing alles an Baby daheim – da sind wir

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